Informations- und Kulturveranstaltungen
Durch eine Vielzahl von Informations- und Kulturveranstaltungen sowie durch interkulturelle Feste gestaltet die IKB e.V. seit vielen Jahren den interkulturellen Dialog zwischen Zuwanderern und alteingesessenen HamburgerInnen.
Interessante Vorträge und Podiumsdiskussionen zum Themenkomplex Migration und Integration geben den MigrantInnen und den Deutschen die Gelegenheit, sich auszutauschen und Einblicke in andere Kulturen zu bekommen.
Autorenlesungen geben Einblicke in verschiedene Aspekte des interkulturellen Zusammenlebens, regen die Diskussion über eigene Migrationserfahrungen an und wecken bei manchen HamburgerInnen durchaus das Interesse, die eigenen Wurzeln zu erforschen.Wir informieren auf dieser Seite rechtzeitig über die nächsten Termine und geben Rückblicke auf ausgewählte und besonders interessant verlaufende Veranstaltungen.
Foro "Derecho Familiar"
Am 31. 08. 2012 veranstalteten wir / die IKB e.V. erstmalig auf den Grünflächen der Grindelhochhäuser zwischen den Häusern Hallerstraße 1 und 5 ein interkulturelles Sommerfest.
Trotz des eher herbstlichen Wetters war das Fest sehr gut besucht. Um die 500 Gäste kamen aus Eimsbüttel und der Umgebung um gemeinsam ein Fest gegen Rassismus und für ein friedliches Miteinander zu feiern.
Die Vorbereitungsarbeiten am 31.08.2012 begannen schon recht früh: um 13h trafen wir uns, um mit geballter Arbeitskraft gemeinsam alles bis 17h vorzubereiten. Die Mitarbeiter „Honigfabrik“ kamen als erste und lieferten die mobile Bühne, Mitarbeiter und ehrenamtliche Helfer bauten Tische für die Infostände der 14 teilnehmenden Institutionen auf, in den Räumen der IKB e.V. wurden Tische für den Verkauf der internationalen Köstlichkeiten vorbereitet, während DJ Mahmut Canbay neben der Bühne sein Equipment und sein DJ-Zelt einrichtete. Natürlich brauchten wir auch eine kleine Erfrischung für unsere kleinen und großen Bühnenstars, diese wurde im zum Umkleide- und Vorbereitungsraum umfunktionierten Unterrichtsraum für Deutschkurse gereicht. Gleichzeitig wurde auch für Sitzgelegenheiten und Tische für die Gäste auf der Außenfläche gesorgt. Kurz nach 15h trudelten auch schon die ersten Vertreter der Organisationen ein, die „Mobile Spielaktion“ baute ihre Hüpfburg und Rollenrutsche für die Kinder auf, die Praktikantinnen sorgten für Sicherheit und sperrten das Gebiet zur Straße hin mit Absperrband ab, brachten Hinweisschilder für die Eltern der Kinder an. Natürlich durfte auch unser gelb-rotes Banner mit der Aufschrift „Interkulturelles Sommerfest“ nicht fehlen. Dieses wurde mit großer Liebe zum Detail in der Festvorbereitungsphase erstellt. Jeder Buchstabe wurde einzeln von unserer Praktikantin und der Auszubildenden ausgeschnitten und sorgfältig angebracht und von der Cafeteria - Mitarbeiterin der IKB e.V. auf den gelben Stoff genäht.
Hinweisschilder für die Autofahrer wurden aufgestellt und in der Cafeteria wurden die letzten Vorbereitungen für den bevorstehenden Getränkeverkauf erledigt.
Nun konnte es losgehen! Die Vorbereitungen waren getroffen, alle Mitarbeiter warteten nun freudig auf die ersten Gäste, die entweder persönlich eingeladen worden sind oder durch Mundpropaganda, Pressemeldungen, Hinweise auf unserer Internetseite, Flyer und Plakate von unserem Fest erfahren hatten. Der Festbeginn war für 17h geplant, zögerlich füllte sich am Anfang der Platz, doch kurz vor 18h war die Wiese voll mit Gästen jeden Alters und aller Nationalitäten, ein buntes Gemisch von Menschen, die gegen Rassismus und für die Gemeinschaft in Eimsbüttel feiern wollten. Nun konnte unser Bühnenprogramm beginnen!
DJ Mahmut Canbay hatte schon ganze Arbeit geleistet und die Leute für das Fest in die richtige Stimmung gebracht, als unser IKB – Mitarbeiter Joel Olivier Zombou um 18h die ersten Grußworte an die Gäste richtete. Darauf folgte die Eröffnungsrede von Gisela Schnelle, der Geschäftsführerin der IKB und Grußworte vom Bezirksamtsleiter in Eimsbüttel Herrn Dr. Torsten Sevecke.
Im Laufe des Festes konnte man sich an den verschiedenen Infoständen über die vielen Institutionen und MigrantInnenvereine informieren, man konnte sich an den Ständen des Hindutempels und des Mädchenzentrums Eimsbüttel die Hände mit Henna bemalen lassen, Kinder konnten einen Zuckertest machen am Stand von „MiMi“ und man konnte sich außerdem informieren an den Ständen der Bücherhallen Hamburg, der Türkischen Gemeinde Hamburg, beim Migrantinnenbund Hamburg e.V., beim Hamburger Verein der Deutschen aus Russland, bei der Grindelhochhäuser Hamburg Community, beim Gemeindepsychiatrischen Zentrum Eimsbüttel, beim Verein Frauenperspektiven in Hamburg und beim Landesrat der russischsprachigen Bürger Hamburgs. „Abriendo Espacios“ informierte über Aktivitäten von und für und mit lateinamerikanischen Frauen und die Galerie Morgenland präsentierte ihre Aktivitäten auch durch einem Infostand. Am eigenen Stand der IKB e.V. informierten wir über unser Aufgabenspektrum als Integrationszentrum für Zuwanderer und über die Arbeit unseres Projektes „LALE“ für von Zwangsverheiratung und häuslicher Gewalt bedrohte oder betroffene Frauen.
Essensstände wurden organisiert von der Türkischen Gemeinde Hamburg und dem Migrantinnenbund Hamburg, die türkische Spezialitäten anboten, „Abriendo Espacios“ bot frisches Obst an, der Jyoti – Mayya – Hindutempel e.V. verkaufte indische Spezialitäten und der Landesrat der russischsprachigen Bürger bot russische Spezialitäten an. An den Ständen der Grindelhochhäuser-Community gab es Kuchen und Snacks und der Verein Frauenperspektiven aus der Dillstraße in Hamburg-Eimsbüttel verkaufte Essen aus Afghanistan und dem Iran.
Erfrischungsgetränke sowie Kaffee und Tee bot die IKB zu günstigen Preisen an und wir konnten uns vor hungrigen und durstigen Gästen kaum retten. Da zahlte sich unsere gründliche Planung und Vorbereitung für das Fest aus.
Auf der Bühne gab es zahlreiche Präsentationen und künstlerische Darbietungen, die vom Gesang des Chor Hamburger GewerkschafterInnen über Volksmusik aus der Türkei, Djembé – Percussion aus Westafrika, UKAMAU – Folkloremusik aus Bolivien und den Gesangsdarbietungen zweier Kinder aus dem Chor der russischsprachigen Bürger Hamburgs reichten bis hin zu Tanzvorführungen der Mayahuel (Indianertänze) und die Vorführungen der russischen Kindertanzgruppe und der beeindruckenden Tanzdarbietungen der Frauen des Hindu Tempels.
Nach all den Vorführungen waren die Gäste so in Feierstimmung geraten, dass sie selber die Gelegenheit nutzen wollten und bis 22h noch vor der Bühne getanzt und gefeiert haben.
Die Abbauarbeiten waren mit der Hilfe von vielen Festbesuchern und Familienangehörigen von MitarbeiterInnen der IKB schnell erledigt und um 23:30h sind alle MitarbeiterInnen total erschöpft aber sehr glücklich über unser gelungenes Fest nach Hause gegangen.
Alles in Allem war es ein sehr gelungenes Fest, was auch durch die zahlreichen Dankesbriefe der teilnehmenden Institutionen, die Rückmeldung vieler Einzelner Gäste und dem Echo in der Presse bestätigt wurde.
Unser Dank gilt allen UnterstützerInnen, insbesondere dem BA Eimsbüttel und der SAGA-GWG Stiftung, der MOBILEn Spielaktion und den vielen Vereinen, die das Programm so vielfältig mitgestaltet haben.
Ein Bericht von Meike Köpcke und Saskia Spath (Praktikantinnen der IKB e.V.)
